Kirchen in Ratingen

Kirchen sind vor allem wegen ihrer Kult Historie für viele interessant. Ich werde im Folgenden auf sechs historisch wichtige Kirchen in Ratingen eingehen.

Evangelische Waldkirche in Breitscheid:

Die Geschichte ist eng mit der benachbarten evangelischen Waldkirche verknüpft. Die reformierte bzw. evangelische Gemeinde Linnep ist nach dem Rittersitz Linnep in Breitscheid- und nicht nach einem Ort benannt.

Die Waldkirche hat einen rechteckigen Grundriss mit einem schlichten Saalbau, die Außenwände sind aus Bruchstein.

Noch heute finden in der Waldkirche noch regelmäßig Gottesdienste und gelegentlich Konzerte statt. Außerdem kann man eine evangelische Trauung in der Waldkirche vornehmen.

St. Christopherus in Breitscheid:

Sie ist schon von weitem sichtbar: Die Kirche St. Christopherus wurde mit ihrem roten Dach am 22. September 1979 erbaut. Das rote Dach assoziiert die Ideen des “Zelts Gottes unter den Menschen’’, des “wandernden Gottesvolkes’’ und der “Kirche unterwegs“.

Erst 1992 wurde die Inneneinrichtung vervollständigt. Mit einer Tabernakel Säule und einer Sitzbank aus Basaltina, erbaut von dem Wermelskirchener Steinmetz- und Bildhauermeister Rüdiger Decker.

Seit 2003 trägt das rote Dach ein Kreuz. Vor der Kirche begrüßt heute die imposante St. Christopherus-Skulptur, von Juan Fernandez, die Besucher.

Christuskirche – Homberg:

Die Christuskirche gehört zu den wichtigen historischen Kirchen in Ratingen. Der Bau der Kirche wurde an der von Karl Krieger entworfenen Christuskirche in Velbert angelehnt.

Sie wurde 1912 erbaut und ist ein Zentralbau aus Bruchsteinen mit zwei sich durchdringenden Schiffen. Die Schaufassade zeigt einen breiten tief herunter gezogenen Giebel mit einem hohen, aus fünf Teilen, Fenster.

Die Kirche bildet mit ihrem Altar und Kanzel eine Ensemble, was eher selten im Kirchenkreis Düsseldorf anzutreffen ist.

St. Jacobus der Ältere in Homburg:

Die Kirche wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaut und in den folgenden Jahrhunderten immer wieder grundlegend renoviert und restauriert, zuletzt 2003.

Die St. Jacobus Kirche präsentiert sich nach gründlicher Außen- und Innensanierung heute in einer purifizierten, fast modernen Form. Sie ist neben der Stadtkirche St. Peter und Paul das älteste Gotteshaus in Ratingen, eines der ältesten im Kreis Mettmann überhaupt.

Die Kirche liegt etwas erhöht im Zentrum des Dorfes, inmitten eines zeit 1808 nicht mehr belegten Friedhofs, welcher die Kirchenmauer umgibt.

Die strahlend weißen Wände, der neue Natursteinboden aus Basaltina und das neue Beleuchtungskonzept bringen die Gegenstände und die Kunstwerke besonders eindrucksvoll zur Geltung. Die schlichten Formen wie Z.B. der Altar unterstreichen die Würde des Kirchenraums, welcher die Besucher zur Ruhe und Besinnung kommen lässt.

Evangelische Kirche in Lintort:

Die evangelische Kirche in Ratingen wurde am 20. August 1867 eingeweiht. Nach Plänen des Duisburger Baumeisters A. Kersten entstand in Backsteinbauweise eine romanische Hallenkirche mit einem dreigeschossigem Westturm.

Seit einer Innenrenovierung 1887 steht den Gläubigen ein freundlicher, heller Kirchenraum zur Verfügung. Dessen Wegfall des Notausgangs im Chor die gleichförmige Gestaltung der Chorfenster hat. Die evangelischen Christen aus der Gemeinde Lintorf steht heute neben der Kirche auch das hervorragend ausgestattete Gemeindezentrum zur Verfügung.

St. Anna – Lintorf:

Die katholische Pfarrkirche wurde 1778 erbaut, davor stand dort eine kleine romanische Saalkirche mit vorgelagertem Westturm. Der Maler Gert van Heekern leitete die Ausmalung der Kirche 1979. Gleichzeitig mussten tiefgreifende Schäden an der Holzkonstruktion des Kirchturm, im Dach- und Fundamentbereich, an den Fassaden und im Innenraum behoben werden. Sie ist die Hauptkirche der 2009 gegründeten Pfarrei St. Anna und ihre 1484 gegossene Glocke wirkt beeindruckend.

Schloss Landsberg

Schloss Landsberg in Ratingen

Das Schloss Landsberg liegt im Ruhrtal auf dem Stadtgebiet von Ratingen und die Schlossanlage hat einen fast halbkreisförmigen Grundriss, der an der August-Thyssen-Straße 1, 45219 Essen steht. Es gehört zum Gebiet der Stadt Ratingen, kann jedoch nur von Essen-Kettwig oder Mülheim-Mintard (auch Ratingen- Breitscheid – Krummer Esel) erreicht werden.

Schloss Landsberg in Ratingen

Das Gelände des Schlosses Landsberg

Die Schlossanlage besteht aus mehreren Gebäuden, dem Bergfried, dem Torbau, einem Wohngebäude, Remise und Stallungen und dem Brunnen- und Rundturm. Ebenfalls gibt es einen großen, naturbelassenen Park mit viel Wald, der von zahlreichen    okWanderwegen durchzogen ist.

Die Geschichte

Schloss Landsberg war ursprünglich die Schutzburg eines Dienstmannes der Grafen von Berg für den handelswichtigen Ruhrübergang bei Kettwig gegen das geistliche Fürstentum Essen und die Grafschaft Kleve. Das heutige Schloss Landsberg geht auf eine Burg zurück, die Adolf V. Graf von Berg zwischen 1276 und 1289 errichten ließ.

 

Der heute erhaltene älteste Teil ist der mächtige, 33 m hohe Bergfried aus dem Jahr 1380, im Inneren mit einer Wendeltreppe. Die oberen Fenster und die Brüstung stammen aus der spätgotischen Zeit. Das daneben liegende Herrenhaus wurde 1666 von dem General Arnold Friedrich von Landsberg erbaut. 1903 wurde das Schloss durch Erweiterungen und Umbauten wesentlich verändert und ging in den Besitz des Mülheimer Stahl Fabrikanten August Thyssen über.

 

Die Burg sollte die Grenzen der Grafschaft gegen die Vögte der reichsunmittelbaren Abteien Essen und Werden sichern. Zweitens ließ sich von diesem Standpunkt auch die 1282 gebaute Brücke bei Kettwig überwachen und schützen, welche Essen und den Hellweg mit Ratingen verband. Deshalb steht der Bau von Burg Landsberg in engem Zusammenhang mit der Erhebung des Dorfes Ratingen zur Stadt durch Graf Adolf V. im Jahre 1276. Die Burg Landsberg dürfte um 1289 fertiggestellt worden sein. Zu diesem Zeitpunkt wird Landsberg erstmals in einer Urkunde erwähnt.

Der Umbau

Ratingen Schloss Landsberg

Mit dem Umbau des Schlosses zum Wohnsitz von August Thyssen 1903 wurde auch die bisherige Garten- und Parklandschaft umgestaltet. Der aus Wermelskirchen stammende Gartenbaudirektor Julius Trip verfolgte ein sehr einheitliches Konzept: Schloss und Garten wurden weiterhin kompositorisch als ganzes betrachtet. Die Grundstruktur des dem Barockstil nachempfundenen Gartens mit den Terrassen wurde beibehalten und die alte Längsachse als Hauptkompositionslinie aufgegriffen. Die jüngste Restaurierung der Garten- und Parklandschaft Anfang der neunziger Jahre war darauf ausgerichtet, die Grundstrukturen der stark zerfallenen und verwucherten Anlage wieder erkennbar zu machen.

 

Das heutige Schloss kann leider nicht von innen besichtigt werden, allerdings können die Parkanlagen und das alte Wegenetz innerhalb des Schlossareals besucht werden. Hier befinden sich einige Brücken, die über kleine Schluchten führen und viele verzweigte Wege.